Renovierung eines Les Paul „Nachbaus“ aus den 70ern

Hauptkategorie: Werkstatt Kategorie: Reparaturen Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 10. Februar 2019 Veröffentlicht: Sonntag, 12. Juli 2015 Geschrieben von Super User

Renovierung eines Les Paul „Nachbaus“ aus den 70ern.

 

Hierbei handelt es sich um meine erste E-Gitarre die ich 1976/77 bekommen habe. Ein Gibson Les Paul-Nachbau. Vermutlich aus dem Hause Ibanez wenn man sich die Sandwichbauweise und Resteverwertung beim Korpusbau aus der Nähe betrachtet. Nach div. Feten und einem Sturz ins Lagerfeuer wurde sie 1988 einfach einmal umlackiert. Nach etwa 40 Jahren treuer Dienste hat sie sich nun eine Runderneuerung redlich verdient.

 

Und so schlecht scheint die Verarbeitung nicht gewesen zu sein. Sonst wäre sie nicht so alt geworden. Der Sound aus den Billig Pickups ist eigentlich gar nicht so schlecht und die Bespielbarkeit (für mich) super.

 

Ans Werk! Erst einmal auseinander bauen. Fast alle der kleinen Schrauben haben nicht überlebt und müssen erneuert werden.  Dies gilt auch  für die Mechaniken und die Gurtpins. Die Potiknöpfe und der Switch werden auch ausgetauscht. Die Platte und die Schrauben zur Halsbefestigung müssen auch neu.

 

Nun muss die Farbe runter. Was hab ich ihr nur angetan. Langsam gibt sie ihre eigentliche Lackierung preis. Eine schwarz-sunburst Lackierung. Damals wie heute ein Dauerbrenner. Wie schon erwähnt, ein richtig deftiger Brandschaden war der Grund zur "Umgestaltung". Auf einer Lagerfeuerparty umgefallen und ins Feuer gerutscht. Gerade noch mitbekommen und gerettet. der Hals angebrochen und heftige Schäden im Korpus.

Armes Ding. Waren schon "lustige" Party's... früher!

 

Also, alles muss runter.  Bis auf's Holz!

 

Der Korpus geht noch halbwegs aber am Hals und am Kopf muss das Binding erneuert werden. Die Kopfplatte ist auch nicht mehr zu retten. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen habe ich vergessen div. Aufnahmen von den Maßnahmen zumachen. aber das Resultat ist zu sehen. Erst wollte ich im Kopf meinen Drachen verewigen hatte zur Zeit aber kein Perlmutt.

Daher habe ich mich zu einem Boddyinlay entschieden. Die Pickup's sind gereinigt und mit einer neuen Schaltung inkl. Zubehör wieder verwendet worden. Das Schellakfinish hebt die besondere Maserung des "billig" Top's sehr gut hervor. Besonders gut passt auch die neue Kopfplatte aus Riegelahorn zum gesamt Bild.

 

zur Gallerie Renovierung eines Les Paul „Nachbaus“

 

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